D. Schneider hat mich gebeten etwas für die Tips
und Tricks beim wemelug beizutragen. Anlass waren wohl meine 2
postings zum wemelug-Forum betreffend webmin. Dazu fühle ich
mich nur bedingt geeignet, denn meine linux Erfahrungen halte ich
selbst noch für ziemlich bescheiden. Aber meine Erfahrungen
während der Installationsbemühungen sind vielleicht dazu
geeignet um zu lächeln und sich viiiiiiiel schlauer zu
fühlen, oder einfach nur zu lesen und vielleicht eigene
Erkenntnisse zu gewinnen.
Also hier mein Erlebnisbericht über die
Einrichtung von webmin ver 0.84 auf einem Uraltrechner.
Webmin die 3.
Was war gewollt....?
ein 486er mit 60MHz Taktfrequenz / 20MB EDORAM /
400 MB HD / 2xMitsumi CDRom ist übrig und soll noch einen
Zweck erfüllen.
das vorhandene Mini-LAN eines Ein-Mann-Büros
braucht zum testen einen webserver mit CGI-Nutzung zum Erstellen
und Testen von webs
Also war die Idee schnell geborensuse 7.0mit apache auf bewussten Rechner zu zwingen. Der erste versuch
ging gleich gründlich schief. Trotz Yast1-Installation und dem
endlosen deaktivieren von voreingestellten Paketen die suse haben
wollte wurde die Installation ca. 400MB groß - zu groß
für die 400MB HD (SWAP 35MB, /boot 5MB, Rest / 360 MB). Der
zweite Versuch wieder mit suse 7.0 / Yast1 brachte das gleiche
Ergebnis. Yast verabschiedet sich mit dem Hinweis auf unzureichende
Festplattenkapazität. ImPC-Praxis-Linux Heft
1/2001(zum Preis von 19,80 DM!!!) ist
eine CD mitRed
Hat 7, also ausprobieren. Die sicherlich
angenehme grafische Installation bleibt mir verwehrt, denn ich habe
dafür keine Ressourcen, ausserdem soll kein xwindow-system
installiert werden sondern ein stabiler webserver zum testen
laufen. Nach dem booten mit einer DOS-Diskette (mit CDRom-Treiber)
finde ich mitttels VC (derVolkov-Commander- ein NC-clone, ein
DOS-Tool auf das ich nicht mehr verzichten möchte weil es noch
auf jede Bootdiskette passt) im Verzeichnis /autoboot auf der CD
eine Batchroutine (*.bat) die zum gewünschten
Installationsmenü führt. Nach dem booten des Urlinux
startet anaconda. Gleich zu Beginn muß die
Netzwerkkarte eingebunden werden (add device) weil sonst
inetd nicht funzt. Da ich das natürlich nicht getan habe, war
die erste Installation nur zur Übung und darf gleich
wiederholt werden. Beim zweiten Mal wird die NE2000 kompatible erst
erkannt als die Adresse (hier 0X300 / IRQ3) explizit angegeben
wird. Die Paketauswahl ist dafür einfach (ich habe
natürlich benutzerdefiniert verwendet um möglichst
Ressourcenschonend zu arbeiten). Nach dem Booten und der
obligatorischen Benutzereinrichtung hat RedHat 310MB verbraten. Ca.
90MB stehen also für webs und scripte zur Verfügung.
Völlig ausreichend wie sich zeigt. Nun sollte die
http.conf für apache editiert werden. Da ich mit vi,
emac usw. noch auf Kriegsfuß stehe soll mc das Werkzeug sein.
Oh Schreck mc ist nicht
installiert.............................schnell
nachholen.
Wie installiere ich nun an der Kommandozeile ohne
Yast nachträglich ein Paket von CDRom? Und wo verdammt nochmal
ist überhaupt das CDRom gemountet? Nun gemountet wird das
CDRom-Laufwerk unter /mnt/cdrom, sehr nützlich weil hier auch
weitere Partitionen eingehängt werden können und die
fstab-Einträge übersichtlich bleiben (wenn mans
weiß!!). Nun muß also das mc.rpm installiert werden.
Beim installieren verwendete Red Hat ja anaconda also fix anaconda
eingetippt und ...................... nichts passiert. Nach einigem
nachdenken fiel mir dann ein das das RPM-Paket ja eine Entwicklung
von Red Hat ist und demzufolge als Standardwerkzeug zur
Verfügung stehen müsste. Also dieses mal rpm eingetippt
und ........................ nichts passiert.
Nach dem Wutausbruch und stiller Verzweiflung suchte
ich mich dann nach zweimaliger Betätigung der TAB-Taste durch
860 Befehle durch um irgendwas zu rpm zu finden (Man-Pages zum
Nachlesen waren natürlich auch nicht installiert).
Schließlich fand ich managerpm und hatte gewonnen (an dieser
Stelle sei erwähnt das ich bis jetzt noch nicht weiss wie das
anaconda-Paket - immerhin 8MB groß zum leben erweckt wird).
Nach der Installation des Midnight-Commander kann nun endlich die
http.conf angepasst werden. Apache ist fertig installiert und
arbeitet nun. Vom Windows-Rechner aus ist der Linux-Rechner unter
http://IP.Adresse zu erreichen. Leider antwortet apache nicht auf
den Rechnernamen, vielleicht weil kein DNS-Eintrag vorhanden ist?
Soweit so gut nun muß der Rechner noch remote administriert
werden können.
Im Buch von Peter Samulat: Linux-Server im
kommerziellen Netzwerk vom ADDISON-WESLEY Verlag (http://www.addison-wesley.de) habe ich
über webmin gelesen. Webmin ist ein webbasiertes
Administrationstool welches durch seinen intelligenten Aufbau und
seine Übersichtlichkeit glänzt. Ursprünglich sollte
VNC zum Einsatz kommen aber VNC bedingt ein xwindow-system und
scheidet deshalb hier aus. Trotzdem löst VNC im
Ein-Mann-Büro Begeisterung aus denn es eignet sich
hervorragend auch für windows-Rechner untereinander. Einfach
mal ausprobieren kann ich nur empfehlen und anschließend mit
kommerziellen Anbietern wie pcanywhere vergleichen. Der AHA-Effekt
ist garantiert. Zurück zu meinem RedHat-Rechner Unterhttp://www.webmin.comist das Archiv mit
der Rev-Nr. 0.84 schnell gefunden und downgelowdet. Nun muß
das Archiv irgendwie auf den
Linuxrechner......................................................................
aber wie? Eine CD zu brennen wäre natürlich auch eine
Möglichkeit gewesen aber ich habe es auf andere Weise
realisiert. Auf einem Windows-Rechner lief ein kleiner webserver
Omnihttp 1.0. Also das Paket dorthin schieben und dann mit Lynx auf
dem Linuxrechner downloaden. Klappt hervorragend nur wohin hat Lynx
das Archiv gespeichert? Ganz einfach es liegt unter / in der
Wurzel. Also mit dem mc gleich nach /usr/local verschieben. Jetzt
musste das Paket noch installiert werden. Das ging dann wie
folgt:
root@server01 # cp webmin-0.84.tar.gz /usr/local
cd /usr/local
gunzip webmin-0.84.tar.gz
tar xf webmin-0.84.tar
cd webmin-0.84
#./setup.sh
Das script richtete dann das Paket sauber ein und
arbeitet seither zur vollsten Zufriedenheit. Jetzt wurde der
Rechner seines Monitors und seines Keybords beraubt (Maus hatte er
ohnehin nicht) uund hinter einen Schrank verbannt. Dort tut er
seitdem klaglos seinen Dienst. Nachdem der Sekt geleert war
schickte ich dann noch schnell ein posting zum wemelug-Forum, das
war dann webmin die 2.
Soweit mein Erfahrungsbericht zu webmin. Wer mag kann
mir seine eigenen Erfahrungen schreiben