Einrichtung eines aktuellen lauffähigen „MPlayer“ unter aktuellen Linux-Distributionen



Diese Hinweise beziehen sich alle auf eigene Erfahrungen, eine Garantie oder Haftung ist ausgeschlossen.


Unter SuSE Linux 8.1 ist MPlayer der Standardplayer für Videodateien der meisten gängigen Formate. Die einzige Einschränkung ist die nicht unterstützte Wiedergabe kopiergeschützter DVD's aus rechtlichen Gründen (CSS). Um den MPlayer nun auch zur Wiedergabe selbiger zu bringen muss man sich die Quellen von der Homepage des Autors laden. Dies ist derzeit

http://www.mplayerhq.hu

Von dort lädt man sich das Tarball der aktuellen stable Version.

Dieses entpackt man (tar -xzf Dateiname) in ein Verzeichnis seiner Wahl. Nach einem Wechsel in dieses Verzeichnis kann man dort mit dem Aufruf von


./configure --enable-gui


die Konfiguration der Konfigdateien für das eigene System vornehmen.

Bei Fehlermeldungen ist auf die entsprechende Meldung zu achten, zumeist fehlt ein Paket.

Ist dies sauber durchgelaufen, kann mit Aufruf von


make


die Kompilierung vorgenommen werden.

Unter fast allen Distributionen kann nach erfolgreicher Übersetzung eine Installation mit dem Befehl


make install


durchgeführt werden. Unter SuSE 8.1 geht das NICHT!!

Da hier MPlayer als Standardplayer eingebunden ist, wird das im System installierte Paket MPlayer durch die Paketverwaltung zwingend benötigt. Daher ist hier (geht auch auf allen anderen RPM-basierten Systemen) wie folgt vorzugehen:



Noch ein Tip am Rand: Wer unter KDE die „audiocd:/“-Funktionen nutzen möchte, sollte sich die Quellen des aktuellen „lame“ ziehen und auch mittels „./configure && make && checkinstall“ installieren. Diese werden dann von MPlayer mit eingebunden, so dass im Mplayer-Paket enthaltene Konvertierungsprogramm „mencoder“ auch Videodateien mit MP3-Ton erzeugen kann . Findet MPlayer bei Aufruf von „./configure“ die Quellen von lame, werden diese automatisch mit eingebunden. Sind diese jedoch mit „make install“ statt „checkinstall“ installiert worden, wird YaST wiederum ein von MPlayer benötigtes „libmp3lame.so“ bemängeln, welches ja aber eigentlich im System vorhanden ist. Daher der Weg über „checkinstall“. Alle so installierten Pakete lassen sich übrigens auch mit RPM (rpm -e Name) wieder deinstallieren.


Viel Spass beim probieren ...